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Technik, Tempo, Teamgeist: Wie Automatisierung Raum für Kreatives schafft

10. Februar 2026

Effizienz, Präzision und Leidenschaft für Großformatdruck – seit 15 Jahren sorgt Michael Haider dafür, dass bei TREVISION aus kreativen Ideen beeindruckende Projekte werden. Vom Einstieg in die Druckvorstufe bis zur Leitung der Produktionsplanung hat er die Entwicklung von analogen Prozessen hin zu digitalen Workflows hautnah miterlebt. Im Interview erzählt er, wie Automatisierung die Qualität steigert, warum die Technik ihn immer wieder begeistert und was ihn an seiner Arbeit fasziniert.

Als du vor 15 Jahren als Werbegrafiker bei TREVISION begonnen hast, warst du zunächst in der Druckvorstufe, der Schnittstelle zwischen Design und Produktion. Was hat sich verändert?

Enorm viel. Damals wie heute liegt die größte Herausforderung darin, kreative Ideen in technisch perfekte Druckdaten zu verwandeln. Wir sorgen dafür, dass aus einem Entwurf ein fehlerfreies, produzierbares Produkt wird.

Seit Herbst 2025 leitest du die Produktionsplanung. Welchen Einfluss hat das auf die Prozesse bei TREVISION genommen?

Die Produktionsplanung ist das Herzstück für termingerechte und ressourcenschonende Abläufe. Jeder Auftrag wird von mir auf Umsetzbarkeit, Kapazitäten und Maschinenverfügbarkeit geprüft. Erst nach meiner Freigabe geht er in die Produktion. Mein Tagesablauf beginnt mit einer digitalen Auftragsliste, die ich auf Plausibilität und Ressourcen checke. Erst dann erfolgt die Auftragsbestätigung durch den Innendienst. So stellen wir sicher, dass Projekte im Großformatdruck pünktlich und in höchster Qualität umgesetzt werden.

Michael Haider, Leitung der Produktionsplanung bei Trevision

TREVISION ist bekannt für innovative Prozesse und treibt bereits seit Jahren die Themen Digitalisierung und Automatisierung voran. Welche Rolle nehmen diese in der Projektumsetzung ein?

Eine entscheidende! Wir haben gemeinsam mit den beiden Unternehmen Durst und Advanter einen maßgeschneiderten Workflow für uns entwickelt, der alle Schritte vom Dateneingang bis zur Druckfreigabe automatisiert. Die Druckdaten werden automatisch geprüft – Auflösung, Farbmodus, Format – und Fehler sofort erkannt. 80 Prozent der Arbeit sind dadurch einfacher geworden. Für unsere Kund:innen bedeutet das: Durch die Automatisierung konnten wir interne Ressourcen freisetzen. Das Team hat jetzt mehr Zeit für unser Kerngeschäft – die Entwicklung innovativer Lösungen. So können wir uns stärker auf kreative Konzepte, neue Materialien und maßgeschneiderte Kund:innenprojekte konzentrieren, anstatt Routineprozesse manuell abzuarbeiten.

Wo liegen trotz Automatisierung aktuell noch Grenzen und wo braucht es weiterhin menschliches Know-how?

Bei allen Produkten, die „ausgefallen“ sind – etwa bei Schrägen, Ausschnitten bei komplexen Messewänden oder auch bei ganz speziellen Produktionen wie der Verhüllung des Wiener Ringturms. Bei solchen Herausforderungen stößt die Automatisierung einstweilen noch an ihre Grenzen.

Wie trägt die Produktionsplanung dazu bei, Ressourcen zu sparen und die Effizienz zu steigern?

Wir timen genau, wann welches Motiv gedruckt wird, und bündeln Aufträge so, dass weniger Verschnitt entsteht. Das bedeutet: weniger Laufmeter, weniger Ausschuss, mehr Nachhaltigkeit. Unsere digitalen Workflows helfen uns, Druckdaten intelligent zu kombinieren und Prozesse so zu steuern, dass Qualität und Ressourcenschonung Hand in Hand gehen.

Du bist nun seit 15 Jahren bei TREVISION: Gibt es Projekte, die dir besonders in Erinnerung geblieben sind?

Viele! Das DHL-Projekt, bei dem wir die Lifte so gestaltet haben, dass sie von außen wie Container wirken, war großartig. Auch die Auslagenbeklebungen mit partiellem Weißdruck für Philipp Morris und die Ringturm-Verhüllungen sind Highlights. Eines meiner ersten Projekte war eine Lichtdecke in Oslo 2011. Die abgehängte Decke wurde mit einem Kunstwerk einer Schweizer Künstlerin bedruckt und anschließend von hinten beleuchtet. Ich habe das Design nur in der Druckvorstufe und dann Fotos gesehen – und war beeindruckt von dem Effekt.

Nach so vielen spannenden Projekten: Was macht deine Arbeit für dich persönlich so besonders?

Die Abwechslung! Kein Tag ist wie der andere. Und das Gefühl, ein fertiges Projekt zu sehen und zu wissen: „Das haben wir gemacht.“ Wenn ich irgendwo in Italien oder sonst wo auf der Welt spazieren gehe und sehe etwas, das wir gedruckt haben – das ist das Schönste.

Apropos Italien: In deinem Büro steht eine eigene Espressomaschine …

Ich liebe guten Espresso – aber 99 Prozent der Kaffeemaschinen in Österreich sind nicht so eingestellt, dass sie einen echten italienischen Espresso hinbekommen. Wenn man das Original gewohnt ist, ist das eine Herausforderung. Deshalb habe ich mir kurzerhand eine eigene Espressomaschine ins Büro gestellt.

Abschließend: Du bist nun 15 Jahre in der Werbetechnik: Was ist dein Fazit?

Die Drucker sind heute hochauflösender, die Farbwiedergabe ist brillanter und wir arbeiten mit innovativen Materialien. Die Bearbeitungszeit ist minimal, die Computer sind schneller. Besonders beeindruckend ist unsere Durst RHO 350 HS – die Qualität und Geschwindigkeit der Maschine sind herausragend. Auch die digitalen Zuschnittsysteme sind extrem robust und präzise. Das alles macht die Produktion effizienter und nachhaltiger.

Gleichgeblieben ist der Termindruck – der gehört in der Werbebranche dazu. Wenn man Stress nicht mag, ist man hier falsch. Aber mit einem tollen Team, wie wir es bei TREVISION haben, macht es Spaß.

Wo findest du einen Ausgleich zu diesem Termindruck?

Beim Billard spielen. Seit eineinhalb Jahren spiele ich wieder regelmäßig und genieße das sehr.